Stressinkontinenz bedeutet, dass man beim Husten, Lachen, Niesen oder Bewegung unwillkürlich Harn verliert. Dies kann durch Schäden an den Muskeln, die die Blase hochhalten, verursacht werden. Bei etwa einem Drittel aller Frau tritt ein Stressinkontinenz auf. Bei einem Drittel der betroffenen Frauen sind die Probleme so ausgeprägt, daß eine Operation erforderlich ist. Wenn nicht-chirurgische Methoden, wie Beckenbodentraining (Stärkung der Muskeln des Beckbodens) oder die Gabe von Medikamenten, keine Besserung bringen, wird manchmal operiert, um den Blasenhals zu heben und zu befestigen, um den unwillkürlichen Harnabgang zu stoppen. Bei einer Nadelsuspension werden zwischen Scheide und Bauchwand Fäden eingenäht. Diese Studienübersicht schloss 10 Studien ein, in denen 375 Frauen, die sechs verschiedene Verfahren der Nadelsuspension erhalten haben, mit 489 Frauen vergleich wurden, die andere Behandlungsformen erhalten haben. Die meisten der eingeschlossenen Studien waren klein oder von geringer Qualität, wodurch die Ergebnisse weniger zuverlässig sind. Mehr Frauen wurden durch eine Kolposuspension durch einen Bauchschnitt geheilt (84%) verglichen zur Nadelsuspension (71%). In beiden Fällen wurden sowohl wegen einer Harninkontinenz voroperierte, als auch nicht voroperierte Frauen untersucht. Es gibt nicht genügend Ergebnisse (Evidenz) über unerwünschte Nebenwirkungen oder über Vergleiche von Nadelsuspension mit anderen Operationsmethoden. Nadelsuspension wurde in keiner Studie mit nicht-chirurgischen Verfahren, wie Beckbodentraining oder Medikamentengabe, verglichen. Fasst man diese Ergebnisse zusammen, scheint eine Nadelsuspension zur Behandlung einer Stressinkontinenz weniger wirksam zu sein als eine Operation im Bauchraum und es gibt nicht genügend Evidenz, um sie mit anderen Behandlungen zu vergleichen.
Nadelsuspension des Blasenhalses zur Behandlung der Stressinkontinenz der Frau
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