Das Karpaltunnelsyndrom wird durch Druck auf den Medianusnerv am Handgelenk verursacht. Dabei kann es zu leichten bis schweren Schmerzen und einem unangenehmen Kribbelgefühl kommen. Andere Cochrane Übersichten haben die Wirksamkeit von Entlastungsoperationen und Kortison gezeigt. Diese Studienübersicht über nicht-chirurgische Maßnahmen ergibt Hinweise dafür, dass folgende Maßnahmen kurzfristig hilfreich sein können: orales Kortison, Handgelenksschienen, Ultraschall, Yoga und Übungen zur Lockerung der Handwurzelknochen und Insulin und Kortisonspritzen bei Patienten, die auch Diabetes hatten. Die Ergebnisse zu ergonomischen Tastaturen und Vitamin B6 sind unklar, während andere Studien bisher keine Vorteile von Diuretika (entwässernde Medikamente), nichtsteroidale Antiphlogistika, Magnettherapie, Laserakupunktur, Bewegungsübungen oder chiropraktischer Behandlung gezeigt haben.
Orales Kortison, Schienen, Ultraschall, Yoga und Handgelenksübungen bringen kurzfristige Besserung bei Karpaltunnelsyndrom; jedoch konnte bei anderen nicht-chirurgischen Maßnahmen keine Besserung gezeigt werden
More like this
- Bei Patienten, die mit einem schweren Asthmaanfall aufgenommen werden, könnte Magnesiumsulfat zusammen mit einer Standardtherapie Besserung bringen, insbesondere wenn die Standardtherapie alleine nicht richtig hilft
- Es konnte bisher nicht gezeigt werden, dass das Testen von Hormonspiegeln bei Hochrisikoschwangerschaften für Frauen oder ihre ungeborenen Babies Vorteile hat
- Bisher konnte nicht gezeigt werden, dass Verödung (Sklerotherapie) bei Krampfadern hilfreich ist
- Haben Frühgeborene einen niedrigen Blutdruck, verbessert Dopamin diesen kurzfristig besser als Dobutamin, jedoch werden noch Ergebnisse zur Verträglichkeit und langfristigen Wirksamkeit benötigt
- Das Epley Manöver kann zur Besserung von Schwindel und Drehschwindel bei Kopfbewegungen (gutartiger anfallsweise auftretender Lagerungsschwindel) kurzfristig helfen, aber mehr Forschung ist notwendig
