Es liegen nun Hinweise vor, wonach die Gabe von Heparin Komplikationen nach Einbringen von zentralvenösen Kathetern in kleine Blutgefäße von Frühgeborenen und schwer kranken Säuglingen vorbeugt. Schwerkranke oder zu früh geborene Säuglinge (vor der 37 Schwangerschaftswoche) brauchen häufig Medikamente und Ernährung über ihre Venen. Die kindlichen Venen sind jedoch sehr klein und empfindlich, so dass diese wiederholten Injektionen unangenehm und schmerzhaft für die Säuglinge sein können. Ein zentralvenöser Katheter ist ein kleiner Schlauch, der in eine Vene gelegt wird und dort für längere Zeit verbleiben kann. Durch ihn können dem Säugling Medikamente und andere Flüssigkeiten über einen längeren Zeitraum gegeben werden. Ein solcher Katheter kann verrutschen, verstopfen oder sich infizieren. Durch die Gabe von Heparin kann die geplante Therapie häufiger durchgeführt werden. Dabei steigt die Gefahr von Blutungen oder allergischen Reaktionen nicht. Diese Studienübersicht zeigt, dass es nun Hinweise auf den Nutzen von Heparin gibt. Sollte es routinemäßig zum Einsatz kommen, sollte nach Empfehlung der Autoren kritisch auf mögliche Nebenwirkungen geachtet werden.
Fortlaufende Heparin-Gaben zur Vorbeugung von Thrombosen und Katheterverschlüssen bei Neugeborenen mit zentralvenösen Kathetern
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