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Independent high-quality evidence for health care decision making

Beruflich übergreifende Fortbildung: Auswirkungen auf die Berufsausbildung und Gesundheitsparameter

Reeves S, Zwarenstein M, Goldman J, Barr H, Freeth D, Hammick M, Koppel I

Tätige in Berufen des Sozial- oder Gesundheitswesens wie Ärzte, Krankenschwestern, Physiotherapeuten und Sozialarbeiter müssen effektiv zusammen arbeiten, um eine gute Behandlung von Patienten zu gewährleisten. Leider besteht eine effektive Zusammenarbeit nicht immer. Trainings- und Fortbildungsprogramme stellen einen möglichen Weg dar, das Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen bei der Behandlung von Patienten zu verbessern. Als berufsübergreifende Ausbildung (englisch: Interprofessional education, IPE) wird jegliche Maßnahme der Aus- und Fortbildung bezeichnet, bei der mindestens zwei verschiedene Berufsgruppen interaktiv lernen. Diese Studienübersicht fand sechs Studien, die die Wirkung von IPE untersuchten. Vier der Studien kamen zu dem Schluß, dass IPE in gewisser Hinsicht zu einer Verbesserung des Zusammenspiels der verschiedenen Berufsgruppen und zur Verbesserung der Behandlung von Patienten führt. Demnach führt IPE zu einer Verbesserung des Arbeitsklimas einer Notaufnahme, zu größerer Patientenzufriedenheit, zu weniger Fehlern in einer Notaufnahme, einem verbessertem Behandlungsablauf für Opfer häuslicher Gewalt und verbesserten Wissen und Fähigkeiten bei der Behandlung von psychiatrischen Patienten. Zwei dieser vier Studien fanden Hinweise für keinen oder nur geringen Nutzen der IPE in anderen Bereichen. Zwei weitere Studien konnten generell keine Wirksamkeit der IPE finden. Die Studien betrachteten unterschiedliche Aspekte der berufsübergreifenden Ausbildung und wiesen keine hohe methodische Qualität auf. Daher ist es schwierig, die Wirksamkeit sicher zu beurteilen und Schlüsselaspekte der IPE für die Schulung des Zusammenspiels verschiedener Berufsgruppen zu verstehen.

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