Die Zystische Fibrose (Mukoviszidose) ist eine schwere ererbte Erkrankung, die mit häufigen Lungenentzündungen einhergeht. Dadurch sinkt mit der Zeit die Leistung der Lungen. Meist werden Lungenentzündungen im Krankenhaus über einige Wochen mit intravenösen (d.h. über eine Vene gespritzten) Antibiotika behandelt. Eine Aufnahme in ein Krankenhaus kostet viel Geld und stellt für die Patienten eine große Umstellung dar. Die Behandlung kann auch im häuslichen Umfeld durchgeführt werden, wenn die Patienten selber und ihre Angehörigen entsprechend geschult und unterstützt werden. Für diese Studienübersicht suchten die Autoren nach hochwertigen Studien, die eine intravenöse Behandlung im Krankenhaus mit der entsprechenden Behandlung im häuslichen Umfeld vergleichen. Dabei konnte eine Studie mit 17 eingeschlossenen Patienten gefunden werden. In dieser Studie zeigte sich kein Unterschied, was die klinische Gesundung sowie die Nebenwirkungen und Komplikationen durch eine intravenöse Behandlung betrifft. Patienten, die im häuslichen Umfeld behandelt wurden, waren müder und hatten eher Schwierigkeiten, die Behandlung zu meistern. Dies könnte durch die erhöhte Aktivität und den größeren Schulungsbedarf erklärt werden. Die Behandlung im häuslichen Umfeld waren sowohl für die betroffenen Familien wie auch die Krankenhäuser billiger. Allerdings fanden sich keine Angaben zu den indirekten Kosten. Die Autoren der Studienübersicht schlossen, dass die Behandlung im häuslichen Umfeld keinen kurzfristigen Schaden mit sich bringt und den sozialen Streß vermindert. Allerdings muss die Entscheidung für diese Behandlung im Einzelfall getroffen werden. Die Ergebnisse, die sich aus einer Studie ableiten lassen, sind begrenzt, so dass weitere Forschung auf diesem Gebiet dringend empfohlen wird.
Häusliche Gabe von Antibiotika über die Vene für Patienten mit Zystischer Fibrose
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