Tonisch-klonische Anfälle und der Status epilepticus sind medizinische Notfälle. Die erste Behandlung von Kindern erfolgt meist in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Verschiedene Wege der Medikamentengabe stehen dafür im Notfall zur Verfügung: über die Vene (intravenös), über die Nasen- oder Mundhöhle (bukkal) oder über das Rektum (rektal). Ein solches Notfallmedikament sollte schnell und effektiv wirken und keine schweren unerwünschten Nebenwirkungen haben. Vier Studien mit 383 Teilnehmern wurden in diese Studienübersicht eingeschlossen. Die Ergebnisse aus zwei Studien unterstützen die intravenöse Gabe von Lorazepam oder Diazepam als Erstmedikament in der Notfallaufnahme bei akuten tonisch-klonischen Anfällen. Bei einem Status epilepticus kann eine erste Medikamentengabe über die Vene unmöglich sein. Eine Studie zeigt, daß in diesem Fall die bukkale Gabe von Midazolam wirksamer als die rektale Gabe von Diazepam ist.
Medikamentengabe bei akuten tonisch-klonischen Anfällen, einschließlich des Status epilepticus, bei Kindern
More like this
- Wird Nedocromil vor körperlicher Betätigung inhaliert, kann es Anstrengungsasthma, insbesondere bei Patienten mit schweren Anfällen, lindern
- Bei der Therapie des akuten Asthmaanfalles sind Dosieraerosole mit Spacer genauso gut geeignet zur Gabe von Beta-2-Agonisten wie Vernebler
- Eine Cholesterin senkende Kost kann zur Reduzierung des Cholesterinspiegels bei Kindern mit familiärer Hypercholesterinämie beitragen; der derzeitige Wissenstand reicht jedoch nicht aus, um den langfristigen Nutzen zu belegen
- Behandlung des nephrotischen Syndroms bei Kindern mit Medikamenten, die keine Kortikosteroide enthalten
- Es gibt keine Evidenz dafür, dass Kalziumantagonisten bei epileptischen Anfällen wirksam sind
