Drainagesysteme werden angewendet, um Flüssigkeit, meist Blut, aus einer Wunde abfließen zu lassen. Die Drainage kann entweder offen oder geschlossen sein. Bei geschlossenen Drainagen werden Plastikschläuche, die an eine Vakuumflasche angeschlossen sind, in die Wunde eingelegt. Die Flüssigkeit wird mit negativem Druck aus der Wunde gesogen. Sie sind in Studien für eine Reihe von geplanten und notfallmäßigen orthopädischen Operationen untersucht worden. Geschlossene Drainagen reduzieren die Notwendigkeit von Verbandwechseln und das Auftreten von wundnahen Blutergüssen, erhöhen jedoch den Bedarf von Bluttransfusionen. Wunddrainagen scheinen keinen Einfluss auf das Auftreten von Wundinfektionen, von Blutansammlungen innerhalb der Wunde (Hämatome) oder die Häufigkeit von chirurgischen Eingriffen durch Heilungskomplikationen zu haben. Der Nutzen von geschlossenen Wunddrainagen nach orthopädischen Operationen ist fraglich.
Es gibt nicht genügend Evidenz aus qualitativ hochwertigen Studien um zu belegen, dass der Einsatz von geschlossenen Wunddrainagen bei orthopädischen Operationen von Vorteil ist
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