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In die Hirnkammern (intraventrikulär) eingebrachte Streptokinase bei Hirnblutungen von Neugeborenen

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Whitelaw A, Odd D, Brion LP, Kennedy CR
Published Online: 
Juni 15, 2007

Es gibt keine Belege für die Vorteile einer Gabe von Streptokinase bei Neugeborenen nach einer Hirnblutung. Eine Hinblutung in die Hirnkammern (Ventrikel) ist eine schwerwiegende Komplikation bei Frühgeborenen. Große Blutungen können häufig zu einem Wasserkopf (Hydrocephalus) führen, wobei sich Flüssigkeit im Gehirn ansammelt und der erhöhte Druck zu einer Vergrößerung des Kopfes mit Schädigung des Gehirns führt. Das Einsetzen eines Auslassventils (ventrikuloperitonealer Shunt) ist bei diesen Patienten mit vielen Problemen behaftet und alternative Behandlungsmethoden sind notwendig. Eine Möglichkeit wäre es, das Blutgerinnsel aufzulösen, um von Anfang an die Wiederaufnahme von Flüssigkeit in die Gehirnzellen zu verhindern. Streptokinase ist ein Wirkstoff, der Blutgerinnsel auflösen kann und erfolgreich bei der Behandlung von verschlossenen Herzkranzarterien eingesetzt wird. Diese Studienübersicht zeigt, dass es keine guten Hinweise dafür gibt, dass in die Hirnkammern (intraventikulär) gegebene Streptokinase bei Kindern mit großer intraventrikulärer Hirnblutung oder mit Vergrößerung der Hirnkammern nach einer Hirnblutung zu weniger ventrikuloperitonealen Shunts führt oder den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst.