Nach der Geburt des Kindes ziehen sich die Gebärmuttermuskeln zusammen und die Blutungen lassen nach. Zieht sich die Gebärmutter nicht zusammen, kann es zu einer schweren, mitunter lebensgefährlichen Nachgeburtsblutung kommen. Prostaglandine, Oxytocin und Ergometrin sind Medikamente, die dazu führen, dass sich die Muskulatur der Gebärmutter zusammenzieht. Diese Übersicht über 46 Studien mit insgesamt 42.621 Frauen zeigt, dass Prostaglandin (Misoprostol), das als Tablette oder unter die Zunge gegeben wird, in Fällen nützlich sein kann, in denen vergleichbare Medikamente nicht gespritzt werden können. Die Wirksamkeit im Vergelich zu Oxytocin ist alledings geringer und es treten mehr Nebenwirkungen auf. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schüttelfrost und hohes Fieber und treten bei einem erheblichen Anteil der behandelten Frauen auf. Wird das Prostaglandin über die Vene gespritzt, könnte es Nachgeburtsblutungen genauso wirksam verhindern, hat aber unerwünschte Nebenwirkungen und kostet mehr.
Misoprostol ist nicht so wirksam wie Oxytocin bei der Vorbeugung einer Nachgeburtsblutung und hat mehr unerwünschte Nebenwirkungen, kann aber durch die Einnahmeform nützlich sein
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