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Independent high-quality evidence for health care decision making

Es gibt nicht genügend Ergebnisse aus qualitativ hochwertigen Studien, um beurteilen zu können, ob zur Behandlung einer Bänderverletzung am Sprunggelenk bei Erwachsenen eine Operation von Nutzen ist

Kerkhoffs GMMJ, Handoll HHG, de Bie R, Rowe BH, Struijs PAA

Eine Bänderverletzung am Sprunggelenk ist eine der häufigsten Verletzungen bei aktiven Menschen. Dabei werden die äußeren Bänder verletzt, welche die Knochen im Sprunggelenk zusammenhalten. Die übliche Behandlung beinhaltet die Ruhigstellung des Beines in einem Gips oder die so genannte funktionelle Behandlung, bei der der Knöchel geschützt durch eine äußere Schiene weiterhin benützt werden kann. Nach der Behandlung haben jedoch einige Menschen immer noch ein anfälliges und schmerzendes Sprunggelenk. Das Ziel dieser Studienübersicht war es, herauszufinden, ob eine chirurgische Versorgung der gerissenen Bänder zu besseren Resultaten führt als diese beiden nicht-chirurgischen (konservativen) Methoden. 20 Studien mit insgesamt 2.562 Patienten, überwiegend junge, aktive Männer, wurden eingeschlossen. Alle Studien hatten methodische Schwächen, die einen Einfluss auf das Ergebnis haben könnten. In maximal zwölf Studien waren genügend Daten angegeben, um eine Zusammenfassung von verschiedenen Ergebnissen zu ermöglichen. Eine Studie von geringer Qualität mit dadurch möglicherweise fehlerhaften Resultaten zeigte Ergebnisse, die einen deutlichen Vorteil der chirurgischen Versorgung darstellen. Wird diese Studie ausgeschlossen, sind die vom Patienten angegebenen Ergebnisse für Wiederaufnahme von sportlicher Aktivität, erneuter Verletzung, bestehenden Schmerzen und Stabilität des Sprunggelenks nicht mehr aussagekräftig. Der Vorteil einer chirurgischen Versorgung ist damit nicht bewiesen. Bei der Beurteilung durch Ärzte unter Verwendung von standardisierten Tests ist die Stabilität des Sprunggelenks nach chirurgischer Versorgung höher als nach konservativer Versorgung. Dagegen stehen beschränkte Hinweise, dass es bei den chirurgisch versorgten Patienten längere Erholungszeiten gab und es häufiger zu Steifheit des Sprunggelenks, eingeschränkter Beweglichkeit oder Komplikationen kam. Es zeigte sich, dass es nicht genügend Ergebnisse aus randomisierten Studien gibt, um die Frage zu beantworten, ob eine chirurgische Behandlung zu besseren Ergebnissen führt als eine konservative Behandlung der Bänderverletzung des Sprunggelenkes bei Erwachsenen.

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