Von wiederholten Fehlgeburten spricht man, wenn drei oder mehr frühe Fehlgeburten nacheinander auftreten. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass es bei manchen Frauen zu einer Reaktion des Immunsystems auf das Embryo oder den Fetus (ungeborenes Kind von der Embryonalzeit bis zur Geburt) kommt. Man hat versucht, die Frauen gegen die fremden Zellen einer zukünftigen Schwangerschaft zu immunisieren. Diese Immuninisierung wurde entweder mit weißen Blutkörperchen (Leukozyten) des Partners einer Frau oder von einem Spender, mit Zellen, die von frühen Embryos abstammen (Trophoblastenmembran) oder mit Antikörpern, die aus Blut gewonnen werden (Immunglobulin), versucht. Diese Studienübersicht zeigt jedoch, dass keine dieser Behandlungen das Risiko einer weiteren Fehlgeburt bei Frauen mit wiederholten Fehlgeburten senkt.
Bei Frauen, die wiederholte Fehlgeburten hatten, verringert eine Immuntherapie nicht das Risiko weiterer Fehlgeburten
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